Intro

Fachtagung: Supervision und die Verschiebung des Sagbaren

21. – 22. April 2023 | Mediencampus Villa Ida Leipzig

Intro

In Supervision und Coaching darf das Verpönte, Verborgene und Verunsichernde zur Sprache gebracht werden, das Verkapselte und Verwirrende wird dekonstruiert. Als Berater:innen sind wir gefragt in unserer Übersetzungsleistung, wir suchen passende Sprachbilder und Formulierungen, benennen Diffuses und erweitern dadurch im besten Fall auch den Raum des Sagbaren. Innerhalb der supervisorischen Triade loten wir regelmäßig aus, was wie wo besprechbar ist und gesagt werden sollte. Supervision und Coaching sind also per se Formate der Grenzverschiebung und gleichzeitig der Grenzbewahrung des Sagbaren.

Momentan sind wir Zeug:innen und Akteur:innen einer irritierenden Entwicklung: Im konservativen bis zum rechten politischen Spektrum kann man nicht nur eine Verteidigung der Sprache gegen lebendige Veränderungen (gegen das „gute Deutsch“) beobachten, sondern auch die Verhöhnung sprachlicher Sensibilisierungen („Genderwahnsinn“). Besorgniserregend ist aber vor allem das Spiel mit rechten Codes und die Enttabuisierung des aus gutem Grund Unsagbaren („Umvolkung“, „Mischvölker“, „Schuldkult“).
Auch die zur Schau gestellte Arglosigkeit („Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“) macht sprachlos; manche ironische und satirische Zuspitzung ist weniger hilfreiche Provokation als dass sie von Empathieverlust zeugt.

Daneben stehen linksliberale identitätspolitische Sensibilisierungsbemühungen, die die Vielfalt gesellschaftlicher Identitäten und Gruppen sichtbar machen und zur Sprache bringen und eine angemessene Ansprache für diese suchen in Form von gendergerechter und kultursensibler Sprache. Das ist wichtig, weil sich in Sprache und Sprachbildern historische Diskriminierungen eingelagert haben.
Aber wo geht hier Sensibilisierung in eine problematische und autoritäre Hypersensibilität über, in der Political Correctness (PC) zu einem Eifer des Nachweisens und Aufstöberns von „inkorrektem“ Sprechen und Denken wird, in der eine „Cancel Culture“ (Kant als Rassist aus den Lehrplänen) selbst der Geschichtslosigkeit anheimfällt oder in der eine „Critical Whiteness“ den „alten weißen Mann“ für alle historischen Vergehen, Sünden und Unterlassungen zur Projektionsfläche macht? Versuche sich hier zu verständigen, enden nicht selten in entgleisenden Erregungsspiralen und sich überbietendem Bashing Andersdenkender.

Wie findet all das Eingang in Supervision und Coaching? Werden diese Phänomene in der Beratung relativiert, gefiltert, getilgt oder eher scharf gestellt? Wie gehen wir mit problematischen Grenzverschiebungen des Sagbaren um und mit dem Eifer, diese zu ahnden? Wo haben hier beraterische Gelassenheit und Geduld, die eigene Empörung und politische Positionierung ihren Platz? Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam darüber nachzudenken und darüber ins Gespräch zu kommen.

programm

Programm

Für weiterführende Informationen klicken Sie bitte auf den jeweiligen Programmpunkt.

Freitag, 21.04.2023

10.00 – 10.30: Anmeldung und Ankommen

Mediencampus Villa Ida,
Poetenweg 28, 04155 Leipzig

10.30 – 11.00: Begrüßung und Grußworte

Prof. Dr. Christoph Meyer, Direktor des IKKS (Institut für Kompetenz, Kommunikation und Sprachen) der Hochschule Mittweida

Dr.in Annette Mulkau, Vorstandsvorsitzende der DGSv

11.00 – 11.15: Supervision und die Verschiebung des Sagbaren – thematische Einführung

Referent:
Prof. Dr. Stefan Busse, FH Mittweida
Psychologie und Soziale Arbeit
Supervisor, Coach (DGSv)
Fortbildungsleitung BASTA e.V. Leipzig

11.15 – 12.15: Vortrag und Diskussion. Verrohung, Meinungsfreiheit oder Cancel Culture?

Kritik am öffentlichen Diskurs der Bundesrepublik Deutschland wird in letzter Zeit besonders offensiv geäußert. Dabei fällt auf, dass das von verschiedenen Seiten geäußerte Unbehagen auf gänzlich unterschiedlichen Bewertungen zu beruhen scheint: Während die eine Seite eine Verrohung des öffentlichen Diskurses beklagt, sieht die andere Seite eine überhandnehmende Political Correctness am Werk, die zu einer unerträglichen Cancel Culture geführt habe.
Im Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, wie es zu solch unterschiedlichen Bewertungen kommen kann. Schließlich soll versucht werden, eine erste Orientierung zu ermöglichen, die vom zentralen Begriff der Meinungsfreiheit ihren Ausgang nimmt.

Referent:
Prof. Dr. Thomas Niehr, RWTH Aachen
Germanistische Sprachwissenschaft

12.15 – 12.30: Pause

12.30 – 13.30: Vortrag und Diskussion. Critical Whiteness revisited – zwischen hegemonialer Selbstkritik und autoritärer Kontrolle

Supervision, Therapie und Beratung in der Postmigrationsgesellschaft finden in einem Geflecht von Machtverhältnissen statt. Während die Gesellschaft immer heterogener wird, diversifizieren sich die psychosozialen Professionen jedoch nur zögerlich. Verschiedene subtil rassistische Mechanismen versperren den Zugang zu höherer Bildung und sorgen dafür, dass Supervision, Therapie und Beratung weiße* Räume bleiben bzw. werden. Critical Whiteness ist als Forschungsfeld entstanden, um diese Mechanismen des Ausschlusses aufzuzeigen, hegemoniale Selbstkritik in der Dominanzkultur anzustoßen und Prozesse in Gang zu setzen, die (strukturellen) Rassismus und seine Intersektionen abbauen. In den vergangenen Jahren können wir allerdings beobachten, dass Critical Whiteness eine ambivalente Karriere gemacht hat. Vor allem in Feldern des politischen Aktivismus ist es zur Überschrift für autoritäre Gesten der Kontrolle von Sprache und Verhalten geworden. Im Vortrag soll zunächst Critical Whiteness als Psychologie hegemonialer Selbstreflexion und als dekoloniale Perspektive vorgestellt werden. Im Anschluss werden dann die Dynamiken diskutiert, die zu mitunter problematischen Entwicklungen geführt haben. Am Ende möchte der Vortrag Vorschläge machen, wie Critical Whiteness konstruktiv für die psychosoziale Arbeit genutzt werden kann.

Referentin:
Prof.in Dr.in Martina Tißberger, FH Linz
Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziale Arbeit

13.30 – 14.30: Mittagspause

14.30 – 16.30: parallele Workshops

  • WS I: Diskursverschiebung nach rechts – ein Thema für die Supervision?
    Franz Hammer
  • WS II: (Be)Deutung der Rassismuskritik für Supervision und Coaching.
    Dr. Amma Yeboah
  • WS III: GenderWahnUndSinn.
    Maria Schönfeld
  • WS IV: Wieder Sprechen im Wider-Spruch – Soziodramatische Erkundungen und
    Ent – Deckung.

    Kersti Weiß
  • WS V: Sich (ver)halten im diskursiven Strudel.
    Alice Gayed

Workshopübersicht

16.30 – 17.00: Kaffeepause

17.00 – 18.45: Vortrag und Diskussion. Klarifizieren und Konfrontieren – oder besser doch nicht?

Supervisor:innen, Coaches und Organisationsberater:innen ringen – wenn sie konsequent mit der Gegenübertragung arbeiten – in jedem Auftrag mit der Frage, welche Phänomene sie wann ansprechen können und sollten. Wann ist der richtige Zeitpunkt (Kairos)? Ein „zu früh“ ist dabei ebenso wenig nützlich wie ein „zu spät“. Wahrgenommenes anzusprechen, interpretierende Überlegungen zur Verfügung zu stellen, erfordert Mut. Ungenutztes Material verstreichen zu lassen ist oft nachteilig für den Prozess, aufdeckendes Arbeiten kann aber auch zum Abbruch eines Beratungsauftrags führen. Der Vortrag leuchtet die inneren Risiken und Chancen unsere Beratungsarbeit aus.

Referentin:
Prof.in Dr.in Heidi Möller, Universität Kassel
Leiterin des Masterstudiengangs Coaching, Organisationsberatung, Supervision

ab 19.30: meet & eat

Veranstaltungsort folgt

Samstag, 22.04.2023

9.00 – 11.00: Zwei komplementäre Vorträge mit Einführung und Diskussion

Verschiebung des Sagbaren in organisationalen Schweigepraktiken.
Der Alltag in Organisationen Sozialer Arbeit ist von (schrift-)sprachlichen Routinen zur Verständigung, Koordination, Dokumentation und Reflexion geprägt. Wie kann in diesem professionellen Schreiben und Sprechen über Missstände und Übergriffe geschwiegen werden? Basierend auf Fallstudien zu Gewalt durch Professionelle wird im Vortrag der Frage nach der Verschiebung des Sagbaren in organisationalen Schweigepraktiken nachgegangen. Anhand von Dokumenten und Interviews werden Praktiken der Auslassung, Umdeutung und De-Thematisierung diskutiert, die durch Fachsprache und institutionelle Rollen mitermöglicht werden.

Referentin:
Prof.in Dr.in Friederike Lorenz-Sinai, FH Potsdam
Erziehungswissenschaft & Sozialarbeitsforschung
Leiterin des Masterstudiengangs Childhood Studies and Children’s Rights

 

Zur Kommunikation kritischer Themen in der Arbeitswelt – Über den Zwang und das Recht zu schweigen.
Auszusprechen was wir denken und fühlen ist wichtig für unser psychisches Gleichgewicht und dafür, dass andere uns erkennen. Im Arbeitskontext ist es jedoch weit verbreitete Praxis, dass Menschen ihre Ideen, Meinungen, Fragen und Bedenken für sich behalten (müssen oder wollen). Die Folgen dieses sog. Mitarbeiter(innen)schweigens sind höhere Burnout-Raten und verschenkte Möglichkeiten, Fehler und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und sich als Individuum und als Gruppe weiter zu entwickeln. Manchmal ist Schweigen aber auch ein Schutzmechanismus gegen Vereinnahmung. Mein Beitrag gibt einen Einblick in die Gründe, warum in Organisationen geschwiegen wird und lädt zur Diskussion ein, was in Organisationen gesagt werden sollte und was nicht.

Referent:
Dr. Michael Knoll, Universität Leipzig
Arbeits- und Organisationspsychologie

Moderation: Prof. Dr. Stefan Busse

11.00 – 11.30: Pause

11.30 – 13.00: Alles gesagt – oder doch nicht? Ein theatrales Verlaufsprotokoll.

Zum Abschluss der Tagung ziehen wir in einem spontanen Theaterexperiment ein Resümee der Tagung. Wir lassen die Highlights der Vorträge und Workshops, die am intensivsten diskutierten Themen, die besonderen Momente am Rande der Tagung noch einmal Revue passieren. Vielleicht ist ja doch noch nicht alles gesagt?

Moderation:
Daniela Schober
Schauspielerin
Supervisorin und Beraterin (DGSv)

Dr. Falko von Ameln
Psychologe
Supervisor, Coach, Organisationsberater (DGSv)
Fortbildungsleitung BASTA e.V. Leipzig

13.00: Abschluss der Tagung

programm
workshops

Workshopübersicht

Diskursverschiebung nach rechts. Ein Thema für die Supervision?

Die Ankunft von Geflüchteten aus Syrien, der Umgang mit der Covid-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands, die Erderwärmung oder die Erhöhung der Energiepreise sind Themen, die stark aufgeladene gesellschaftliche Debatten hervorrufen. Organisierte Rechtsextreme betreiben gezieltes Agendasetting und versuchen anschlussfähig zu werden. Diese Strategie scheint aufzugehen.

Diese Verschiebungen der Diskurse werden auch im Alltag von Berater:innen spürbar. Im Workshop wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, inwieweit diese Positionen in arbeitsbezogenen Beratungsformaten zu berücksichtigen sind? Sind Positionierungen der Supervisor:innen notwendig? Ist ein Dialog möglich, wenn Beratungsnehmende stark polarisierende Positionen vertreten?

Workshopleiter:
Franz Hammer, Leipzig
Supervisor, Coach, Organisationsberater (DGSv)

(Be)Deutung der Rassismuskritik für Supervision und Coaching

Gesellschaftliche Dominanzverhältnisse beinhalten strukturelle, kulturelle, interpersonelle und individuelle Aspekte, die sich historisch und kontextuell verändern. Rassistisches Handeln im Alltag geschieht meistens unbewusst und kann aufgrund der fehlenden Wahrnehmung und/oder Nicht-Benennung sowohl implizite als auch explizite Konsequenzen insbesondere für Supervision und Coaching haben.
Im Beitrag werden folgende Kompetenzen fokussiert: 1. Verständnis von Rassismus als Ergebnis geschichtlicher, wissenschaftlicher und sozialer Prozesse, sowie die eigene Position in Bezug zu Rassismus zu reflektieren. 2. Rassismus im eigenen Handeln zu erkennen. 3. Wissensbasiert und Macht bewusst über Rassismus zu sprechen. 4. Einen professionellen Umgang mit Rassismus und Rassismuskritik zu pflegen.

Workshopleiterin:
Dr.in Amma Yeboah, Köln
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Supervisorin und Coachin (DGSv)

GenderWahnUndSinn

„Gender“ bezeichnet das soziale Geschlecht in Abgrenzung zu „Sex“, dem biologischen Geschlecht. Die Gender-Thematik beinhaltet u.a. die zwei Schwerpunkte „Geschlechtergerechtigkeit“ (Wo und wie werden Frauen wahrgenommen, geschützt und gleichbehandelt?) und „Binarität der Geschlechter“ (Gibt es mehr als Mann und Frau?), welche inhaltlich diskutiert, also sprechend verhandelt werden und gleichzeitig Sprachgewohnheiten und -möglichkeiten herausfordern. Gender ist demnach mehr oder weniger gut sprech- und besprechbar, weil es (noch) keine Worte gibt oder weil Worte ungewohnt, ungenau, unbequem, verletzend, bedrohlich oder gar unsagbar sind.

Gender ist in den Fällen, die uns präsentiert werden (Schülerin Lisa nennt sich plötzlich Jan.), in den Beratungssitzungen (Der einzige – gelesen – männliche Kollege spricht immer als Erster und am lautesten.) und überall da, wo wir uns sprachlich ausdrücken (Ist meine Website korrekt gegendert?). Als reflexiv Beratende verfügen wir über ein unterschiedlich fundiertes Gender-Wissen und eine höchst persönliche Meinung, was uns in den Prozessen sowohl hilfreich als auch hinderlich werden kann, je nachdem, ob, wo, wann und wie wir es in Sprache bringen.

Wo verorten wir selbst ethische und sprachliche Grenzen des Sagbaren, und was, wenn die (eigene) Grenze erreicht scheint?

Wieso ist Diversität theoretisch hoch erwünscht und im Erleben doch oft eine Zumutung?

Wie können wir als reflexiv Beratende durch dieses Dilemma begleiten und einen Raum mitgestalten, der ein gegenseitiges Verstehen jenseits oder unterhalb von Meinungen ermöglicht und zur Arbeitsfähigkeit beiträgt?

Bitte bringen Sie gern Ihre Gender-Fälle und -Fallen mit in den Workshop!

Workshopleiterin:
Maria Schönfeld, Leipzig
Traumatherapeutin & Psychologische Beraterin
Supervisorin und Coachin

Wieder Sprechen im Wider-Spruch - Soziodramatische Erkundungen und Ent - Deckung.

Infos folgen

Workshopleiterin:
Kersti Weiß, Frankfurt am Main
Dipl. Psychologin, approb. Psychotherapeutin, Psychodramatherapeutin (DAGG), Supervisorin (DGSv)

Sich (ver)halten im diskursiven Strudel

Die identitätspolitischen Diskurse und Infragestellungen alter Gewissheiten (be)treffen uns, weil sie alle betreffen. Und sie zwingen uns zu mancher Haltungskorrektur, weil auch der unangefochtene Beobachtungsposten der Supervisor:in / Coach:in / Berater:in zur Disposition steht. Wie können wir, latent involviert, trotzdem Beobachter:innen zweiter Ordnung sein und unserer primären Aufgabe nachgehen?

In diesem Workshop erkunden wir in Form des Forumtheaters nach Augusto Boal supervisorische Interventionsmöglichkeiten, die den Raum der kommunikativen Vernunft öffnen und Selbstreflexion im diskursiven Strudel befördern.

Workshopleiterin:
Alice Gayed, Leipzig
Sonderpädagogin für Erziehungshilfe und Förderpädagogik,
Supervisorin und Coachin DGSv
Fortbildungsleitung BASTA e.V. Leipzig

workshops
Zusatzinformationen

Zusatzinformationen

Mediencampus Villa Ida,
Poetenweg 28, 04155 Leipzig

Lageplan unter:
www.mediencampus-villa-ida.de/de/kontakt

Straßenbahnen vom Hauptbahnhof:
Linie 4 (Stallbaumstraße),
Linie 12 (Fritz-Seger-Straße)

 

Hotels in der Nähe des meet & eat, von denen auch der Tagungsort gut mit der Straßenbahn erreichbar ist:
Motel One Leipzig-Post, Grimmaischer Steinweg 1, 04103 Leipzig
Groners Leipzig, Katharinenstr. 13, 04109 Leipzig
280,- Euro bei Anmeldung bis 31.12.2022
310,- Euro bei Anmeldung ab 01.01.2023
beinhaltet komplettes Tagungsprogramm mit Tagungsunterlagen, Tagungsgetränken und Imbiss

35,- Euro für die Teilnahme am »meet and eat« am Freitagabend

Zusatzinformationen
Anmeldung

Anmeldung zur Tagung

21. – 22. April 2023 | Mediencampus Villa Ida

Eine Stornierung ist bis zum 1. März 2023 kostenlos. Danach besteht kein Anspruch auf Rückerstattung.
Ich willige ein, dass diese Website meine übermittelten Informationen speichert, sodass meine Anfrage beantwortet werden kann.
Anmeldung
Consent Management Platform von Real Cookie Banner