Ziel

Von einem integrativen Konzept ausgehend, wird eine fundierte Beraterkompetenz für berufliche Handlungskontexte entwickelt, d.h. Supervision und Coaching als berufliches Handeln zweiter Ordnung qualifiziert. Den multiperspektivischen Handlungsanforderungen Ihrer zukünftigen SupervisandInnen entspricht u.E. am ehesten ein integratives Ausbildungskonzept, welches sozialwissenschaftliches Know-How schulenübergreifend mit ganzheitlichen Methoden erwachsenen Lernens verbindet.

Das bedeutet, Sie in der Ausbildung in den folgenden Kompetenzdimensionen (weiter-) zu qualifizieren:

1. Theorie- und Konzeptkompetenz:

Hier geht es darum, Sie mit Bezug auf den gegenwärtigen Supervisionsdiskurs mit unterschiedlichen Ansätzen von Supervision und deren sozial- und humanwissenschaftlichen Theorietraditionen vertraut zu machen. Es geht um die Erarbeitung und Erprobung "theoretischer Brillen" auf das Handlungsfeld beruflichen Tuns; es geht um die Vermittlung strukturierten Wissens zur Orientierung über die unterschiedlichen Settings und Formen von Supervision sowie verwandter Beratungsformen (wie OE und Coaching).

2. Handlungs- und Methodenkompetenz:

Als Herzstück der Supervisionskompetenz wird vor allem Ihre Beratungskompetenz für die Belange von Supervision weiterentwickelt. Darüber hinaus werden ergänzend Techniken, Methoden und Instrumente vermittelt, um kreativ und angemessen auf konkrete Beratungssituationen und -anforderungen zu reagieren.

3. Praxeologische Kompetenz:

Supervision als berufliches Handeln zweiter Ordnung impliziert eine eigene Handlungs- und Prozesslogik, die erkannt, gestaltet und beherrscht werden will. Von der Akquise über die Kontrakt-, Rahmen- und Settinggestaltung bis zur (Selbst)Evaluierung von Supervisionseffekten bedarf es theoretischer und methodischer Kompetenzen.

4. Selbstkompetenz und professionelle Identität als SupervisorIn:

Supervision ist selbst professionelles Handeln. Sie bringt die SupervisorIn in komplexe, widersprüchliche und damit reflexionswürdige Situationen, etwas über die eigene Rolle, die eigenen Ressourcen und Grenzen, das Selbstverständnis als SupervisorIn etc. zu erfahren. Die Arbeit an der eigenen Identität und am eigenen "inneren Konzept" ist eine wichtige Voraussetzung für die supervisorische Kompetenz. Dabei sollen die in der Ausbildung erworbenen neuen Kompetenzen und Erfahrungen mit Ihrer bisherigen beruflichen Kompetenzentwicklung integriert werden.